Die älteste Darstellung des Feuerlöschens findet sich auf einem Relief aus einem Palast nahe Ninive etwa 850 vor Christi Geburt. Assyrische Krieger löschen gegnerische Brandfackeln, die ihre Kampfwagen entzünden sollen, aus großen Löffeln (Schöpfgefäßen). 24 v. Chr. bildet Marcus Egnatius Rufus als Polizeidirektor in Rom aus Sklaven eine private Feuerwehrtruppe, die sehr wirkungsvoll arbeitet und gewinnt dadurch die Gunst des Volkes. Im 1. Jahrhundert v. Chr. wird unter anderem vom Vorhalten von Löschwasser, der Entwicklung von Steckleitern, der Gründung von Militärfeuerwehren aus Veteranen und von ersten Anfängen des japanischen Feuerlöschwesens berichtet.
(Quelle: Feuerwehr-Jahrbuch 1995/96, herausgegeben vom Deutschen Feuerwehrverband)

C.D. Magirus verfasst 1877 das Werk "Das Feuerlöschwesen in seinen Theilen". Er schreibt darin, dass es nicht mit Sicherheit anzugeben sei, welche Stadt die erste moderne Feuerwehr eingerichtet hat - doch dass eine Stadt der anderen im Rettungswesen nicht nachstehen wollte, versteht sich von selbst. Noch bevor es aber Berufsfeuerwehren gab, wurden in Deutschland vor über 150 Jahren die ersten Freiwilligen Feuerwehren gegründet, mit denen für den Brandschutz in Deutschland die modernen Zeiten anbrachen.
Eine dieser ältesten Bürgerinitiativen war das 1841 in Meißen ins Leben gerufene "Freiwillige Lösch- und Rettungs-Corps". In dieser sächsischen Stadt gab es bereits seit 1794 eine umfangreiche Feuerordnung, die in 145 Paragraphen ausführlich die Verhütung und Bekämpfung des Feuers behandelte. Wenige Jahre später, 1846, wurde das "Pompier-Corps" in Durlach gegründet. Dieses Feuerwehrcorps wurde deshalb so berühmt, weil es nur ein Jahr nach seiner Gründung 1847 beim Brand des Stadttheaters in Karlsruhe entscheidend dazu beitrug, das Feuer schnell einzudämmen.
1851 wird in Berlin die erste militärisch-organisierte Berufsfeuerwehr in Deutschland geschaffen. Sie untersteht dem königlichen Polizeipräsidium und wird von dem Branddirektor C.L. Scabell geleitet. Mit einer Berliner Polizeiverordnung wird gleichzeitig die erste örtliche Verkehrsregelung in Kraft gesetzt, die der Feuerwehr im Straßenverkehr Vorfahrt einräumt. In §1 heißt es: "Fußgänger, Reiter und Fuhrwerke müssen dem Fuhrwerk der hiesigen Feuerwehr die Passage frei machen."
(Quelle: Das große Feuerwehrhandbuch, Kognos Verlag, März 1998)

Die Anfänge des Deutschen Feuerwehrverbandes (DFV) sind auf den Ulmer Feuerwehrkommandanten Conrad Dietrich Magirus zurückzuführen, der am 10. Juli 1853 mit öffentlicher Aufforderung die Feuerwehren des Landes zu einer Versammlung nach Plochingen zusammenrief mit dem Ziel, einen Verein zu gründen. Das ungeordnete Nebeneinander einer großen Zahl von Freiwilligen Feuerwehren weckte das Bedürfnis nach gegenseitigem Erfahrungsaustausch.
Einen radikalen Eingriff in Aufbau und Struktur der Feuerwehren gab es in der Zeit des Nationalsozialismus mit dem Gesetz über das Feuerlöschwesen. Auf Weisung des Reichsinnenministeriums stellte der Verband 1938 seine Tätigkeit ein. Die Neugründung nach dem 2. Weltkrieg erfolgte am 12. Januar 1952 in Fulda (Hessen). Seit Ende 1990 gehören auch die Landesfeuerwehrverbände der fünf neuen Bundesländer dem Deutschen Feuerwehrverband an.
Die Feuerwehrverbände der 16 Bundesländer sowie die Bundesgruppen Berufsfeuerwehr und Werkfeuerwehr bilden den Deutschen Feuerwehrverband.
Heute gibt es in Deutschland 25.442 Feuerwehren, unterteilt in 24.410 Freiwillige Feuerwehren, 100 Berufsfeuerwehren, 932 Werkfeuerwehren und 17.663 Jugendfeuerwehren mit zusammen 1.340.077 Aktiven.
(Jahresstatistik 2007, Quelle: Feuerwehr-Jahrbuch 2009, herausgegeben vom Deutschen Feuerwehrverband, Berlin)
Einen lebendigen Einblick in die Geschichte des aktiven wie passiven Brandschutzes, eingebettet in die Technik-, Zeit-, Kultur- und Sozialgeschichte, bietet das Deutsche Feuerwehr-Museum als nationales Leitmuseum in Fulda. Ein Besuch lohnt sich immer! Weitere Informationen gibt es hier.